Lehrstuhl f. Bürgerl. Recht, Römisches Recht, Europ. Privatrechtsgeschichte d. Neuzeit u. Rechtsvergl.

Informationen zur Habilitation und Promotion

Abgeschlossene Habilitation und Promotionen

Binationale Promotionen/cotutelles

 

Allgemeine Hinweise

Prüfen Sie bitte zuerst, ob Sie die rechtlichen Voraussetzungen für eine Promotion erfüllen. Im Dekanat erhalten Sie eine aktuelle Fassung der Promotionsordnung. Bitte beachten Sie, dass danach grundsätzlich ein Examen mit mindestens vollbefriedigendem Ergebnis erforderlich ist. Die erfolgreiche Arbeit an einer Dissertation setzt wissenschaftliche Neugier, viel Einsatz, Ausdauer und Zielstrebigkeit voraus. Auch bei konzentrierter Arbeitsweise wird die Erstellung einer Doktorarbeit mindestens ein gutes Jahr, realistischerweise deutlich länger dauern. Sie sollten sich daher nur dann für eine Promotion entscheiden, wenn Sie ernsthaftes Interesse an der wissenschaftlichen Beschäftigung mit einem bestimmten Thema haben. Angesichts der hohen Quote von Doktoranden, die ihr Werk letztlich nicht vollenden (ca. 80 %), sollten Sie Ihre Entscheidung erst nach reiflicher Überlegung treffen. Es wäre sehr schade, wenn Sie viel Zeit in ein Projekt stecken würden, ohne es am Ende erfolgreich abzuschließen. Eine sinnvolle Arbeit an einer Dissertation ist im übrigen nur möglich, wenn die Finanzierung dieses Lebensabschnittes gesichert ist.

Promotion an meinem Lehrstuhl

Schwerpunktmäßig werden an meinem Lehrstuhl Dissertationen auf den Gebieten der Rechtsgeschichte, Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung in Europa sowie des Familien- und Erbrechts und der Mediation bzw. Streitschlichtung geschrieben. Ich bin sehr darum bemüht, die Entstehung der Arbeiten durch Gespräche, die – ohne lange Wartezeiten - jederzeit durchgeführt werden können, individuell zu unterstützen und – soweit dies zeitlich möglich ist – den Kreis der Doktorandinnen und Doktoranden durch zusätzliche Aktivitäten, wie Doktorandenseminare, zusammenzuführen und zu motivieren. Angesichts dieser intensiven Art und Weise von Betreuung kann ich leider nicht jeder Bitte nach Betreuung einer Dissertation entsprechen.

Für die Annahme eines Dissertationsprojekts an meinem Lehrstuhl gelten folgende Grundsätze:

Ich bitte Sie, mir zuerst eine schriftliche Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (jeweils in Kopie: Examen, alle Scheine, Abiturzeugnis, sonstige Prüfungen sowie tabellarischer Lebenslauf) und Angabe des angestrebten Themas (möglichst auch mit einer Skizze der Arbeit) einzureichen. Nach Durchsicht der Unterlagen werden Sie entweder von mir zu einem Gespräch eingeladen, um alle Einzelheiten zu besprechen, oder Sie erhalten schriftlich die Nachricht, dass die Betreuung leider nicht möglich ist.

Für diese Entscheidung ist - wegen der beschränkten Zahl an Plätzen – zunächst die Examensnote ein wichtiges Kriterium. Bewerberinnen und Bewerber mit mindestens „vollbefriedigendem“ Examen haben die besten Chancen. Hat eine Bewerberin bzw. ein Bewerber mindestens eine der beiden Staatsprüfungen mit der qualifizierten Note „befriedigend“ bestanden und einen konkreten, ausgearbeiteten Themenvorschlag aus dem Gebiet der Rechtsgeschichte bzw. Rechtsvergleichung vorgelegt, kann in begründeten Ausnahmefällen und bei entsprechenden Betreuungskapazitäten am Lehrstuhl von der Voraussetzung des Prädikatsexamens auch abgewichen werden. Größere Chancen können den Bewerberinnen und Bewerbern eingeräumt werden, die an meinem oder einem anderen rechtshistorisch bzw. rechtsvergleichend ausgerichteten Lehrstuhl mit mindestens „gutem“ Erfolg ein Seminar absolviert haben.

Im mündlichen Gespräch werden dann die Grundlagen einer Promotion sowie ein Arbeitsplan vereinbart, der möglichst einzuhalten ist. In diesem Gespräch werden auch Möglichkeiten der Promotionsförderung erörtert.

Nach diesem Gespräch sollte die Feingliederung der Doktorarbeit innerhalb einer Frist von einem halben Jahr vorliegen. Bei Erstellung der Feingliederung wird im Rahmen der Möglichkeiten Unterstützung geleistet. Spätestens nach einem halben Jahr sollten Sie mir auch einen detaillierten Forschungsbericht vorlegen, der den Stand Ihrer Arbeit erkennen lässt. Auch in der Folgezeit wäre es wünschenswert, wenn Sie mir fertige Abschnitte der Arbeit zeigen würden. Sollte es zu Verzögerungen oder gar zum Abbruch des Dissertationsvorhabens kommen, bitte ich darum, mich umgehend darüber zu informieren.

Die Doktorarbeiten sollten in der Regel nach ca. zwei Jahren beendet werden.