Lehrstuhl f. Bürgerl. Recht, Römisches Recht, Europ. Privatrechtsgeschichte d. Neuzeit u. Rechtsvergl.

Lebenslauf Kopie

Prof. Dr. Jörn Eckert


 

Prof. Dr. Jörn Eckert studierte in Kiel Rechtswissenschaften. Nach Promotion (1982) und Habilitation (1991) folgte er zum Wintersemester 1991/92 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Europäische Rechtsgeschichte an der neu gegründeten Universität Potsdam. Dort wirkte er fünf Jahre am Aufbau der Juristischen Fakultät mit. Nach Ablehnung eines Rufes an die Universität Hamburg nahm er 1996 den Ruf an die CAU als Nachfolger seines akademischen Lehrers Prof. Hans Hattenhauer an. Von 1995 bis 2004 gehörte Prof. Eckert dem Ständigen Ausschuss des Deutschen Juristen-Fakultätentages an, dessen Vorsitzender er seit dem Juni 2000 war. Vom 1. Juli 2000 bis zum 30. Juni 2002 war Prof. Eckert Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Im Sommer 2001 lehnte er einen Ruf an die Universität zu Köln ab. Von 1997 bis 2004 war Prof. Eckert Landesvorsitzender des Deutschen Hochschulverbandes - Landesverband Schleswig-Holstein -, seit Anfang 1998 ist er als Richter am OLG Schleswig tätig. Seit dem 1. Juni 2004 war Prof. Eckert Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Die Lehr- und Forschungstätigkeit erstreckte sich auf die Gebiete Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht. Einen Schwerpunkt bildeten die Europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte der Neuzeit und die Deutsche Zeitrechtsgeschichte. Dabei standen die Rechtstraditionen und -perspektiven im Ostseeraum sowie die Gesetzgebung und die richterliche Spruchtätigkeit im Preußen des 18. und 19. Jahrhunderts im Vordergrund.
Auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte hat Prof. Eckert namentlich zur Geschichte der Gesetzgebung und Rechtswissenschaft im Nationalsozialismus und in der DDR geforscht. Hieraus gingen Veröffentlichungen über die Kieler Schule, die Entstehungsgeschichte des Zivilgesetzbuchs der DDR, die Babelsberger Konferenz und die politische Steuerung der DDR-Rechtswissenschaft hervor. Im Privatrecht lagen die Arbeitsschwerpunkte in den Kerngebieten des Bürgerlichen Rechts, namentlich im Schuld- und Sachenrecht. Prof. Eckert hat Lehrbücher zum Allgemeinen und Besonderen Schuldrecht sowie zum Sachenrecht verfasst. Er war Kommentator des Miet- und Dienstvertragsrechts sowie des Sachenrechts im Handkommentar zum BGB und des Reisevertragsrechts in Staudingers Kommentar zum BGB.
Daneben hat sich Prof. Eckert mit dem DDR-Übergangsrecht und hier insbesondere mit der privatrechtlichen Abwicklung der Bodenreform befasst und die entsprechenden Vorschriften im Münchener Kommentar zum BGB kommentiert.

 

  15. Mai 1954   geboren in Rendsburg, Schleswig-Holstein.  
  April 1961 - April 1965   Besuch der Volksschule in Eutin.  
  April 1965 - Mai 1974   Besuch der Johann-Heinrich-Voß-Schule in Eutin.  
  Mai 1974   Reifeprüfung.  
  1. Oktober 1974 - 31. Januar 1976   Zivildienst im St. Elisabeth-Krankenhaus in Kiel.  
  SS 1976 - SS 1981   Studium der Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.  
  16. Juli 1981   Erste juristische Staatsprüfung vor dem Justizprüfungsamt bei dem OLG Schleswig.  
  1. August 1982 - 31. Juli 1985   Referendariat in Schleswig-Holstein und Hamburg.  
  19. Mai 1983   Promotion zum Dr. iur. an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit einer Dissertation zum Thema "Der 'objektive Beobachter' in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes in Zivilsachen".  
  4. Juli 1985   Zweite juristische Staatsprüfung vor dem Gemeinsamen Prüfungsamt der Länder Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg und Schleswig-Holstein für die große juristische Staatsprüfung in Hamburg.  
  1. August 1985 - 30. September 1991   Hochschul- bzw. Oberassistent am Lehrstuhl für Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Prof. Dr. Hans Hattenhauer).  
  10. April 1991   Habilitation; Verleihung der Lehrbefähigung für die Fächer Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht durch den Fakultätskonvent der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.  
  SS 1991   Vertretung des Lehrstuhls für Europäisches Privatrecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.  
  1. Oktober 1991 - 31. März 1997   Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Potsdam.  
  1. Oktober 1994 - 8. November 1995   Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam.  
  1. Januar 1995 - 31. Dezember 1996   Richter am Brandenburgischen Oberlandesgericht im 2. Hauptamt.  
  seit 1995   Mitglied des Studienausschusses des Deutschen Juristen-Fakultätentages.  
  seit dem 1. April 1997   Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.  
  1997 - 2004   Landesvorsitzender des Deutschen Hochschulverbandes - Landesverband Schleswig-Holstein.  
  seit dem 1. Januar 1998   Richter am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht im 2. Hauptamt.  
  2000 - 2004   Vorsitzender des Ständigen Ausschusses des Deutschen Juristen-Fakultätentages.  
  1. Juli 2000 - 30. Juni 2002   Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.  
  seit dem 1. Juni 2004   Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel  
  Juli 2005   zum Mitglied der Hamburger Akademie der Wissenschaften ernannt  
  21.03.2006   Prof. Dr. Jörn Eckert erliegt einem Krebsleiden.